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San Gimignano befindet sich an einem Ort, der bereits von den Etruskern spätestens seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. besiedelt war, wie zahlreiche
archäologische Funde (vor allem Gräber) in den umliegenden Gebieten belegen.
Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 929, gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurde der Ort in den Aufzeichnungen des Erzbischofs Siegerich über seinen Weg
entlang der Via Francigena erwähnt, der das „Dorf” auch als Schnittstelle der Straßen zwischen Pisa und Siena beschrieb. Der Überlieferung zufolge stammt der
Name von dem heiligen Bischof von Modena, der die Stadt gegen die Besetzung Attilas verteidigt habe.
San Gimignano ist vor allem für seine circa 15 mittelalterlichen Türme bekannt, die sie noch heute überragen und denen sie den Beinamen „Manhattan des
Mittelalters” verdankt.
Das Ortszentrum teilt sich entlang der Hauptstraßen Via San Giovanni und Via San Matteo auf, die in den beiden benachbarten Plätzen Piazza della Cisterna und
Piazza del Duomo münden. Das nördliche Gebiet wird von der Via Folgore da San Gimignano durchquert und hat die Piazza Sant’Agostino als Mittelpunkt.
San Gimignano ist eine landwirtschaftlich geprägte Kleinstadt, die für den Anbau der Vernaccia-Traube und ihre Weinproduktion sowie für ihren Safrananbau
berühmt ist. Der Vernaccia di San Gimignano ist einer der geschätztesten Weißweine. Er wird in einem begrenzten Gebiet der Toskana zwischen Siena, Pisa und
Florenz angebaut, das dem Gemeindegebiet von San Gimignano entspricht. Er ist auf der ganzen Welt bekannt und beliebt und war der erste italienische Wein,
der im Jahre 1966 das Qualitätssiegel Denominazione di Origine Controllata (DOC) erhielt.
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